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Lothar Lambert

Niemand in Deutschland kann sich mit mehr Fug und Recht unabhängiger Filmemacher nennen als Lothar Lambert: Bislang 40 Filme seit 1971, fast durchweg aus eigener Tasche finanziert, als Produzent, Regisseur, Drehbuchautor, Darsteller und immer wieder auch als Cutter, Kameramann, Tonmann, Verleiher.

Kino über Sex und Sehnsüchte, Selbstverwirklichung und psychische Deformationen, Wünsche, Wohl und Wehe der
wenig Beachteten im (zunächst nur West-) Berliner Großstadtdschungel. Und zwar so authentisch, erschütternd, tragikomisch, wie man es hierzulande selten findet.

Weil sie – zumal für die braven deutschen Verhältnisse – inhaltlich wie formal ungewöhnlich schräg und „schmutzig“ waren, wurden Lamberts Werke in den Siebzigern rasch als „Underground“ klassifiziert. Und werden von den Kritikern und den Filmhistorikern in letzter Zeit zunehmend ignoriert.

Längst auch zu Dokumenten des Zeitgeistes und damit der Zeitgeschichte avanciert, ist es überfällig, diese Arbeiten (wieder-) zu entdecken.

Filmhistoriker und Redakteur dieser Website

 

 

Zum 75. Geburtstag:
Neues, Ausgegrabenes und Restauriertes!

Lothar Lambert, der König des Berliner, ach was: des deutschen Undergroundfilms, der das, was heute „German Mumblecore“ heißt, schon seit fast fünfzig Jahren macht, feiert am 24. Juli 2019 seinen 75. Geburtstag.

Einen Tag später, also am 25. Juli 2019, hat um 20 Uhr im Brotfabrikkino sein neuer (vierzigster und womöglich letzter) Film Oben rum, unten rum – Lamberts gesammelte Einakter Premiere (in Anwesenheit von Lothar Lambert). Anschließend läuft er dort vom 26.-31. Juli täglich um 21 Uhr sowie am 1. August um 19 Uhr. Außerdem am 4. August um 15.30 Uhr im Bundesplatzkino (wiederum in Anwesenheit Lamberts).

Bereits vom 8.-10. Juli 2019, jeweils um 19 Uhr, ist im Brotfabrikkino als Berlin-Film-Rarität des Monats Die Alptraumfrau zu sehen, eine der wichtigsten und besten Arbeiten Lamberts und die erste, die ihm auch internationale Aufmerksamkeit bescherte. Am 8. in Anwesenheit von Lambert und der Hauptdarstellerin Ulrike Schirm alias Ulrike S.

Am 29. Juli 2019 um 19 Uhr präsentiert die Deutsche Kinemathek im Arsenal (in Anwesenheit von Lambert und Ulrike Schirm) in ihrer Reihe „Filmspotting – Erkundungen im Filmarchiv der Deutschen Kinemathek“ erstmals die Digitalisierung (und natürlich Restaurierung), welche sie gerade im Rahmen der Sicherung des nationalen Filmerbes von Fucking City erstellt.

Vom 2.-7. August 2019, jeweils um 19 Uhr, laufen im Brotfabrikkino weitere alte Filme von, mit und über Lothar Lambert:
Am 2. und 3. August 2019 noch einmal Dirty Daughters – Die Hure und der Hurensohn, vielleicht der beste, auf jeden Fall der „lamberteskeste“ Film von Dagmar Beiersdorf, vor wie hinter der Kamera über Jahrzehnte hinweg Lamberts wichtigste Mitstreiterin. Auch in ihrem Sexarbeiterinnendrama, das 1982 auf der Berlinale uraufgeführt wurde, spielte Lambert eine Hauptrolle. Nachdem der Film im April, zu Dagmar Beiersdorfs 75. Geburtstag, im Brotfabrikkino leider nur von einer DVD projiziert werden konnte, kommt nun endlich eine der originalen 16-mm-Kopien zum Einsatz, die im Frühjahr aus Dagmar Beiersdorfs Keller geholt wurden.
Am 4. und 5. August 2019 läuft Dagmar Beiersdorfs letzte Arbeit, die 1999 uraufgeführte Dokumentation Kuck mal, wer da filmt! – Meine Freundschaft mit Lothar Lambert. Mit selbiger läßt sie hier zwangsläufig auch ihr Leben und Filmschaffen Revue passieren, wodurch „ein höchstpersönliches Doppelportrait“ entsteht, wie der weitere Untertitel des rund dreiviertelstündigen Streifens lautet. Ergänzt wird er durch die erste rein dokumentarische Arbeit Lamberts: So wahr ich liebe – Intime Bekenntnisse zweier Underground-Heroinen. Das einstündige Video von 1996, das ebenfalls nur sehr selten zu sehen ist, ist ein ungewöhnlich intensives Doppelportrait zweier langjähriger und wichtiger Lambert-Darstellerinnen: Renate Soleymany und Nilgün Taifun.
Beschlossen wird der Reigen am 6. und 7. August 2019 mit Verdammt noch mal Berlin – Fucking City revisited, Lamberts vorletztem Film, in dem er sein Leben und Filmschaffen erinnert, reflektiert und an Hand dessen auch zeigt, wie Berlin sich in den letzten fünfzig Jahren verändert hat.

 

 

2017 kam er ganz frisch aus dem Rechner: Der neueste Film Verdammt nochmal Berlin – Fucking City revisited! Erste Aufführungen erfolgten auf dem Festival Achtung Berlin im Filmtheater am Friedrichshain (FaF) 5, Bötzowstraße 1-5, Berlin-Prenzlauer Berg, am 23. April 2017 um 17 Uhr und im Babylon Mitte 2, Rosa-Luxemburg-Straße 30 (am Rosa-Luxemburg-Platz), Berlin-Mitte, am 25. April 2017 um 17.30 Uhr.

Der Kinostart war am 17. Mai 2018 im Brotfabrikkino, Caligariplatz 1, Berlin-Weißensee, um 19 Uhr, in Anwesenheit von Lothar Lambert und weiterer Mitwirkender.

Ein ausführliches Gespräch zu dem neuen Film hier.

Und hier Besprechungen im Tagesspiegel, in Zitty und in der Jungen Welt.

 

Am 2. August 2015 wurde im Berliner Bundesplatzkino die Premiere von Lothar Lamberts Film Erika, mein Superstar oder Filmen bis zum Umfallen begangen.

Ein aus diesem Anlaß im „Tagesspiegel“ veröffentlichtes Erika-Rabau-Portrait finden Sie hier.

So schrieb darüber die „Berliner Morgenpost“.

Und so die „Junge Welt“.

Erika Rabau verstarb am 10. April 2016.

 

Am 24. Juli 2014 feierte Lothar Lambert seinen 70. Geburtstag!

Zu diesem Anlaß zeigte das Schwule Museum in Berlin vom 10. Juli bis 6. Oktober 2014 die Ausstellung Nackte Scham und schöne Schande – Lothar Lamberts Underground: Bilder, Filme, Leben. Bilder davon demnächst auf dieser Seite.

Am 24. Juli 2014 fand im Berliner Brotfabrikkino die Premiere von Ritter der Risikorunde statt. Neben diesem neuen Film wurden bis 6. August 2014 – im täglichen Wechsel – auch ältere Dokumentationen von Lothar Lambert gezeigt. Der Flyer dazu hier.

Die auf dieser Website versammelten bio- und filmographischen Daten Lothar Lamberts samt kurzer Inhaltsangaben seiner Filme in einer pdf-Datei zusammengefaßt (Stand: 2014) finden Sie hier.

Ein zum 70. Geburtstag verfaßtes Portrait von Tilman Krause in der „Welt“ hier.

Und von Gunda Bartels im „Tagesspiegel“ hier.

So gratulierte die „Berliner Zeitung“.

Und so die „Junge Welt“.

 

Informationen zum Verleih von Lothar-Lambert-Filmen finden Sie hier.

 

2013 erschienen: Das erste Buch über die Filme von Dagmar Beiersdorf, an denen – abgesehen von einem frühen kurzen Werk – stets auch Lothar Lambert in der einen oder anderen Weise beteiligt war. Der Band enthält Aussagen und Zeugnisse Dagmar Beiersdorfs, ausführliche filmographische und Inhaltsangaben zu all ihren Filmen, einen Essay, einen Überblick der Pressereaktionen, ein Literaturverzeichnis und das allererste, nicht realisierte Drehbuch „Alle Mädchen heißen Mäuschen“, welches in diesem Buch erstmals veröffentlicht wird.

Jan Gympel: Dirty Daughters und andere Frauen. Die Filme von Dagmar Beiersdorf. 272 Seiten, 37 Abbildungen, 29 Euro (D). ISBN 978-3-940386-11-3. Verfügbar über jeden guten Buchladen und Buchversand sowie direkt beim Verlag.

 

Die Website befindet sich im Aufbau. Stand: 10.7.2019.

(Schrittweise in chronologischer Reihenfolge soll noch die Filmographie vervollständigt und durch einen Essay über Lothar Lamberts kinematographisches Werk ergänzt werden.
Als Vorstufe zu letzterem gibt es jetzt bereits:
Einige Notizen zu Lothar Lamberts Filmen.
Und: Ein Gespräch über Sex und Tanz, Schreiben und Ängste, Entwicklung und das Desinteresse an Reflexion
.)