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Claudia Jakobshagen, Sylvia Schmid 

 

Alle meine Stehaufmädchen –
Von Frauen, die sich was trauen

Inhalt (ENTHÄLT SPOILER)

Vorspruch: „Wenn Sie wissen wollen, was ein Weib wirklich meint, so sehen Sie es an, aber hören Sie ihm nicht zu. – Oscar Wilde“ Sylvia Schmid geht mit ihrem Hund in ihr Kabarettlokal „Kleine Nachtrevue“. Auf der Bühne probt sie eine Gesangsnummer mit Claudia Jakobshagen. Titel. Ein Spiegel, an dem Masken hängen und ein Zettel: „Tu was – Du kannst es!“ Evelyn Sommerhoff wird von Lothar Lambert aus dem Off aufgefordert, ihr Schweigen zu brechen und „loszulegen“, nämlich mit dem „Allerintimsten“. Er wisse, sie sei ein „Vollweib“, was man auch an ihrer Malerei sehe, aber jetzt sei sie „plötzlich wie erstarrt“. Sie lacht. Die Kamera, so Lambert, trete ihr nicht näher als die Herren, die sie, Evelyn, schon gehabt habe. Karin Reum-Lahrem berichtet, wie ein Mann sie zu vergewaltigen ver­suchte. Ilona Fath erzählt, sie habe schon Menschen tot in deren Wohnung gefun­den, damit könne sie umgehen. Karin Reum-Lahrem beendet ihren Bericht. Nach diesem Erlebnis habe sie mit Judo begonnen. Und, da sich der Täter, bei der Ge­richts­verhandlung als Jugoslawe entpuppte, Angst vor Ausländern gehabt. Ilona Fath spricht vom lästigen Verhalten einiger Ausländer im Haus, Lothar Lambert spielt mit ihrem Hund. Karin Reum-Lahrem erklärt, sie habe ihre Angst überwunden. Claudia Jakobshagen schminkt in der Garderobe Sylvia Schmid, die an das Lied erinnert, demzufolge die Männer alle Verbrecher sind. Sie fragt nach Claudia Jakobshagens Liebhaber. Zwischentitel: „Es geschah im Tiergarten“ Bilder eines über einen Schnei­detisch laufenden Filmstreifens, aus dem Off Erika Rabau, die über Schwule und Ausländer schimpft (ein Ausschnitt aus Lothar Lamberts „Tiergarten“). Videokasset­ten und Filmplakate. Erika Rabau berichtet, ihre Verwandten hätten von den Filmen, in denen sie gespielt habe, bislang nur „Tiergarten“ gesehen – danach habe ihr Bruder drei Monate lang nicht mit ihr gesprochen, „wegen dieser Vergewaltigungs­szene“. Zwischentitel: „Von Bar- und Brunnenfeen“ Isolde Josipovici erzählt, wie es zu ihrem Engagement für den Betrieb der Berliner Springbrunnen kam, das ihr die Bezeichnung „Brunnenfee“ eintrug. Sylvia Schmid stellt Claudia Jakobshagen in ihrem Lokal als eine ihrer liebsten Mitarbeiterinnen vor. Zwischengeschnitten: Auf der Bühne gibt sie ihr einen Kuß, der Lothar Lambert nicht leidenschaftlich genug ist. Beide Frauen tanzen miteinander auf der Bühne. Zwischentitel: „Mut kennt keine Grenzen“ Erika Rabau spricht davon, wie sie gegen den Willen ihres Vaters mit siebzehn Jahren geheiratet und mit ihrem Angetrauten „in diesen wildfremden Kontinent“, nach Argentinien, gegangen sei – ohne ein Wort Spanisch zu können. Isolde Josipovici setzt ihren Bericht fort. Erika Rabau erzählt, wie ihr Mann versucht habe, sie durch einen Suizidversuch an sich zu binden – woraufhin sie, „mit der ganzen Härte der siebzehn Jahre“, ihn erst recht verlassen hätte. Zwischentitel: „Nachts im Sender“ Claudia Jakobshagen spricht über ihre einsame nächtliche Arbeit bei einem Radiosender, man sieht sie auch beim Verlesen von Nachrichten. Irene Schweitzer fährt mit dem Wagen zu ihrer „Gallery Schrill“, Jens Richter chauf­fiert sie. Isolde Josipovici verläßt ihr Haus. Ilona Fath geht mit ihrem Hund Gassi. Marion Antoniadis in einer Grünanlage. Anne-Marie Chatelier auf einer Dachterrasse mit Konrad Tidow und Alexander K. alias Schädelwaldt. Zwischentitel: „Wir Kinder von ’68“ Anne-Marie Chatelier erinnert sich an den Mai 1968. Evelyn Sommerhoff berichtet, wie sie die DDR verließ, wo sie nicht Kunst studieren konnte. Marion Antoniadis erzählt, wie sie auf Grund schlechter Behandlung „mit zwölf oder drei­zehn“ ihre Familie verließ. Claudia Jakobshagen spricht von ihrer Pubertät in den sechziger Jahren, wie sie von der Klosterschule flog, „weil ich meine Röcke immer so hochgekrempelt habe“. Anne-Marie Chatelier erzählt weiter über den Mai ’68, als sie nach Paris fuhr. Marion Antoniadis schlug sich durch und machte sogar Abitur. Anne-Marie Chatelier konnte Liebe und Kunst miteinander verbinden. Evelyn Sommer­hoff verstand als Kind die militärische Erziehung in der DDR nicht und wurde dafür gemaß­­regelt. Isolde Josipovici am Kurfürstendamm Ecke Bleibtreustraße. Marion Antoniadis auf einer Schaukel. Isolde Schweitzer und Jens Richter in ihrem Laden. Karin Reum-Lahrem auf der Dachterrasse. Hilka Neuhof am Altpapiercontainer. Lothar Lambert meint, sie habe durch ihn ihr „Coming out als Exhibitionistin“ erlebt. In ihrer Küche sprechen sie über Lamberts Kurzfilm „Hilka will noch“, an dem einige Mitglieder der „Lambert-Family“ kritisiert hätten, der Regisseur habe seine Darstel­­lerin „vorgeführt“, weil er von ihr verlangte, vor der Kamera einen Orgasmus zu simulieren. Hilka Neuhof lacht darüber und erzählt, ihr Mann habe den Film sehr lustig gefunden. Sie meint, sie habe „zu unecht“ agiert, möchte es aber nicht an Ort und Stelle wiederholen. Zwischentitel: „Von peinlich bis psychopathisch“ Marion Anto­niadis erzählt, wie sie nach Gran Canaria auswanderte mit ihrem Mann, dessen Geschäf­­te sich als unseriös entpuppten. Evelyn Sommerhoff, geschieden, berichtet über ihre Versuche, neue Beziehungen einzugehen, aber: „Die Männer haben sich verliebt, ich habe mich leider nicht verliebt.“ Deshalb habe sie sich wieder getrennt. Hilka Neuhof hat Männer gehabt, die etwas psychopathisch waren oder sich zumin­dest als verklemmt entpuppten. Marion Antoniadis würde sich gern verlieben – und liebt „die verrückteren Dinge“. Lothar Lambert bewundert die Messersammlung Evelyn Sommerhoffs. Diese glaubt, viele Menschen krankten daran, daß sie ihre Wünsche nicht auslebten, dann aber andere, die es täten, verurteilten. Hilka Neuhof erzählt, wenn „etwas gezwickt“ habe, habe sie schon immer den Rock gehoben und das geordnet. Lothar Lambert erinnert sich, daß er einer entsprechenden Szene in einem Steakhaus beiwohnen durfte. Evelyn Sommerhoff erklärt, sie habe erst im Westen gelernt, allein zu leben. Marion Antoniadis glaubt, für die Männer sei am schlimmsten, daß sie zuviel rede. Hilka Neuhof fällt keine Situation ein, in der sie sich geschämt hat. Marion Antoniadis redet viel, weil sie viel erlebt hat. Evelyn Sommer­hoff kredenzt Lothar Lambert einen edlen Käse aus Mailand, den dieser ungenießbar findet. Zwischentitel: „Je oller, je doller“ Sylvia Schmid und Claudia Jakobshagen auf der Bühne, letztere macht einen Spagat, schlägt ein Rad und eine Brücke, beide machen Dehnungsübungen. Sylvia Schmid spricht über ihre Angst, das Publikum könnte vor ihr entdecken, „daß ich vielleicht nicht mehr so nett anzu­sehen bin“, tritt sie doch gern auch nackt auf. Zwischentitel: „Pension für ungewisse Stunden“ Prospekt der „Pension Kettler“. Deren Betreiberin Isolde Josipovici erzählt von einem türkischen Filmemacher, dem die Pension anmutete wie „Cabaret“ entsprungen. Sie könne aber nicht singen und tanzen und laufen momentan auch nur beschränkt, bandscheibenbedingt. Zwischentitel: „An der Busen/Business/Beamten Front“ Hilka Neuhof berichtet vom Ärger, den sie mit einem Schüler hatte, Isolde Schweitzer da­von, wie sie sich Kapital für ihr 1981 eröffnetes „Kaufhaus Schrill“ erarbeitete, indem sie in Neapel billig Kleidung der US Army kaufte und in Berlin verkaufte. Mehr Mut habe es erfordert, den Laden wieder zu schließen; aber sie verändere gern, „weil ich weiß, daß in der Veränderung wieder ein neues Glück liegt, wenn das alte schon schal geworden ist.“ Claudia Jakobshagen hält sich nicht für hysterisch, sondern für temperamentvoll. Sylvia Schmid meint, Leute, die auf der Bühne stehen, seien immer ein wenig exaltiert. Zwischentitel: „Versteckspiel einer Blondine“ Erika Rabau war – mit ihrer Photoausrüstung auf einem Motorrad daher­brausend – von der Aufmerk­sam­keit, welche sie insbesondere bei den argentini­schen Männern erregte, so genervt, daß sie sich die blonden Haare dunkel färben ließ – zum Entsetzen des Friseurs. Zwischentitel: „Zu neuen Stränden“ Karin Reum-Lahrem erzählt, wie sie die Trennung von ihrem Mann überwand und in die Immo­bilienbranche einstieg. Arnfried Binhold gibt ihr dabei Hilfestellung. Ilona Fath hat Männer und Sex auf­gegeben, trotzdem macht ihr das Leben noch Spaß – oder gerade deshalb. Karin Reum-Lahrem fand via Annonce immerhin einen Tanzpartner und guten Freund, der neue Mann für ihr Leben müsse aber wohl „erst noch gebac­ken werden“. Anne-Marie Chatelier berichtet über die mangelnde Verfügbarkeit ihres Partners Konrad Tidow – welcher derweil abwäscht – und wie sie im Krankenhaus in die Abstellkammer geschoben wurde, Ilona Fath über ihre Erfahrungen als Frau, die geschlagen wurde, sogar umgebracht werden sollte, als sie ihr viertes Kind erwar­tete, und gelernt hat, sich aus ihrer Opferrolle zu befreien und zurückzuschlagen. Zwischentitel: „Schwarze Schafe, weißes Schaf“ Erika Rabau erzählt, in ihrer Familie gelte sie als schwarzes Schaf, „weil sich die anderen alle so benehmen, wie sie uns erzogen haben“, wäh­rend sie immer das Gegenteil davon mache, Karin Reum-Lahrem von ihrem macho­haften Vater, der sie nach der versuchten Vergewaltigung noch mehr beaufsichtigte, Isolde Josipovici, daß sie stets wußte, was sie wollte – zum Beispiel Mannequin werden, auch wenn ihr Vater danach nicht mehr mit ihr sprach. Marion Antoniadis berichtet, ihre Mutter habe beim Anblick ihrer Tochter „immer rot gesehen“, da sie offenbar ihrem Vater ähnlich sehe. Evelyn Sommerhoff ist nicht nur das schwarze Schaf der Familie, sondern gilt auch als „Besserwessi“, nicht zuletzt weil sie materi­elle Werte nicht obenan stellt. Irene Schweitzer läßt sich durch die Stadt fahren. Ilona Fath hängt im Hof Wäsche auf und deckt einen Tisch. Irene Schweitzer bewundert mit Jens Richter Oldtimer und erklärt aus dem Off: „Für mich ist das ja mein Geschäfts­partner, und er muß sich jetzt nicht als mein Lebensgefährte präsen­tieren.“ Den „alten Zeiten“, sagt sie im Bild, trauere sie nicht nach: „Nur weil eine Frau älter ist und der Mann jünger, ist das ja nicht automatisch zum Nachtrauern“. „Aber du hast doch keinen neuen!“ wendet Lothar Lambert ein. Zwischentitel: „Ist Liebe im Freien freie Liebe?“ Evelyn Sommerhoff erzählt, wie sie einen Mann mit dem Vorschlag zu spontanem Freiluftsex verstörte, Hilka Neuhof, wie „es“ anfing im Grunewald. Evelyn Sommerhoff berichtet vom „Kick“ des Sex im Freien, Ilona Fath, wie sie sich trotz hohen Schnees mit einem Herrn auf einer Parkbank vergnügte. Evelyn Sommerhoff fände es nicht schlimm, sollte sie in einem Dreiecksverhältnis den Kürzeren ziehen. Hilka Neuhof hatte einmal etwas mit zwei Männern gleichzeitig und schwor sich dann: „Nie wieder!“ Denn sie war schwanger und wußte nicht, von wem. Sie brach die Schwangerschaft ab – es tat ihr nicht leid. Ilona Fath erzählt, wie ein Polizist die im Rausch der Lust abgeworfene Kleidung dem Pärchen auf der ver­schneiten Parkbank brachte. Hilka Neuhof beschreibt die Position ihrer Gebärmutter. Evelyn Sommerhoff schminkt sich und hofft, in der Sexualität immer noch neue Din­ge entdecken zu können und sich nach dem Sex gut zu fühlen. Lothar Lambert und Evelyn Sommerhoff tanzen in einer Doppelbelichtung mit einer Barbiepuppe durchs Atelier. Zwischentitel: „Das süße Leben von Berlin“ Irene Schweitzer berich­tet, wie sie einst in einem Nachtclub an der Garderobe arbeitete – und dort als vorgebliche Studentin von den anspruchsvollen Herrn mehr Zuspruch erhielt als die Animierdamen. Anne-Marie Chatelier studierte in der DDR, wollte die Mauer zunächst als „Schutzwall“ sehen, war vom „real existierenden Sozialismus“ und insbesondere der Lage der Frauen aber bald enttäuscht. Irene Schweitzer war Au-pair-Mädchen in England, arbeitete ohne entsprechende Ausbildung als Sekretärin bei einem alten Adeligen. Evelyn Sommerhoff und ihr ebenfalls ausreisewilliger Mann sollten mit einem schönen Haus in der DDR gehalten werden, im Westen wurde sie von Linken aus bürgerlichen Verhältnissen als „Verräterin“ beschimpft. Erika Rabau kommentiert ein Photo, das sie neben Andy Warhol zeigt, zur Zeit des Drehs von „Querelle“. Zwi­schentitel: „Wie man bei Fassbinder eine Rolle bekommt“ Sie erzählt, wie Fassbinder ihr auf einer Berlinale-Pressekonferenz eine Rolle anbot. Erika Rabau bei der Pre­mie­­re des Dokumentarfilms über sie. Zwischentitel: „Familien­bande (special)“ Marion Antoniadis berichtet über ihre „furchterregend dominante“ Mutter und ihren Stiefvater, der in Düsseldorf ein illegales Spielcasino betrieb, Ilona Fath von ihren zahlreichen leiblichen und Pflegekindern, die ihr inzwischen vierzehn Enkel beschert hätten; Ma­rion Antoniadis hat von ihrer gesamten Familie nur noch mit ihrer Schwester Kontakt. Anne-Marie Chatelier mit Schädelwaldt bei einer Vernis­sage. Sie erzählt, wie sie als unbekannte Kuratorin prominente Künstler gewinnen konnte. Zwischentitel: „Gott, was soll ich noch alles erleben?“ Isolde Josipovici berich­tet vom Aufenthalt ihres siebenunddreißig Jahre älteren Mannes in einem französischen Lager während des Zweiten Weltkriegs, aus dem er schließlich geflohen sei, Erika Rabau darüber, daß es Dinge in ihrem Leben gibt, über die sie nicht spricht, ihr Leben beginne mit sieb­zehn, was davor war, gehe niemanden etwas an. Marion Antoniadis erzählt von der Zeit, als ihr Mann – für sie überraschend – verhaftet wurde und sie mit ihrem Säug­ling auf der Straße stand, Isolde Josipovici davon, wie sie über Vorbehalte der Um­welt gegenüber ihrer Ehe lachte und ihren Mann am Ende seines Lebens pflegte, Erika Rabau darüber, daß in ihrer Beziehung nicht er, son­dern sie das Problem war, ihres Berufes wegen. Zwischentitel: „Shalom!“ Marion Antoniadis meint, da ihr Vater jüdischer Herkunft war, fühle sie sich bei Klezmer-Musik heimisch. Zwischentitel: „Sag mir, wer die Lesben sind…“ Isolde Josipovici erzählt der angewiderten Hilka Neuhof, die in dieser Hinsicht schlechte Erfahrungen gemacht hat, von ihrer lesbischen Affäre, der ihr Mann teils beiwohnte, die jedoch endete, als die Dame verlangte, sie, Isolde, solle sich von ihm trennen; Erika Rabau berichtet vom rabiaten Annä­he­rungsversuch einer Schauspielerin, den sie ebenso rabiat zurückwies, da sie „total normal“ sei. Claudia Jakobshagen und Silvia Schmid sprechen über die „Kleine Nacht­revue“, in der auch „Lesben de luxe“ auf dem Programm standen. Die beiden bei einer Probe. Zwischentitel: „Risiken und Neben­wirkun­gen der Kunst“ Evelyn Sommerhoff präsentiert zwei große Pinsel, mit denen sie malen könne „und auch bestrafen“. Anne-Marie Chatelier zeigt Schädel­waldt Arbeiten von sich, erzählt von ihrer Kindheit und ihrem Vater, der Plakatmaler war; Evelyn Sommerhoff holt einen großen Penisabguß hervor, eigene Gemälde und Zeichnungen von gefesselten Frauen – letztere erläutert sie mit einer Gerte in der Hand und spricht von eigenen Bondage-Erfahrungen. Zwischentitel: „Mut zur Party (40 plus)“ Sylvia Schmid berichtet von ihrer umfassenden Tätigkeit für ihr Kabarett­lokal. Irene Schweitzer hat manchmal unerklärliche Tiefs, die aber vorbeigehen, sie sinniert über das Altern und verspürt das Gefühl, mit dem Leben noch einmal angefan­gen zu haben; Hilka Neu­hofs Entsetzen steigert sich, als Isolde Josipovici be­richtet, bei einer Party Sex auf einem Billardtisch gehabt zu haben. Der Wett­bewerb „Stars over 40“. Zwischentitel: „Frau Isolde weiß Rat“ Isolde Josipovici erklärt Hilka Neuhof, heute habe sie keinen Sex mehr – die Männer, welche sie nach dem Tod ihres Mannes hatte, hätten sie gelangweilt. Mehr Impressionen von dem Wett­bewerb. Isolde Josipovici versucht von Hilka Neuhof zu erfahren, wie sich ihr aktuelles Intimleben gestaltet. „Stars over 40“. Isolde Josipovici macht Vorschläge, wie die Phantasie von Hilka Neuhof und ihrem Gatten wieder angeregt werden könnte. „Stars over 40“. Hilka Neuhof wünscht sich Nachhilfe, Isolde Josipovici empfiehlt, mal aus Versehen einen Porno in den Video­spieler zu legen. Hilka Neuhof findet das zu direkt, sie ist unschlüssig. Lothar Lam­bert lacht. Zwischentitel: „Triumph einer Favoritin (?)“ Marion Antoniadis tritt beim Wettbewerb auf. Zwischentitel: „Leben/Tod und überhaupt“ Anne-Marie Chatelier berichtet von ihrer fortgeschrit­tenen Krebserkrankung, von der sie sich aber nicht aus dem Konzept bringen ließ, Ilona Fath nach einigem Zögern, sie müsse den Tod eines ihrer Kinder überstehen und daß sie gegebenenfalls ihr Leben selbst beenden wolle. Anne-Marie Chatelier möchte in Würde sterben. Aber: „Solange es eine Therapie gibt, gibt es Hoffnung.“ Siegerkrönung bei „Stars over 40“: Marion Antoniadis scheint die Ent­schei­dung der Jury nicht nachvollziehen zu können. Erika Rabau möchte am Stra­ßenverkehr teilnehmen bis zu ihrem Lebensende – das allerdings nicht durch einen Unfall ver­ursacht werden sollte. Anne-Marie Chatelier ist angesichts der Zukunfts­aussich­ten nicht allzu traurig, früher zu sterben als die anderen. Marion Antoniadis scheint auch die Entscheidung des Publikums nicht nachvollziehen zu können. Isolde Josipovici hat alles geschafft, was sie sich vorgenommen hat, und findet das nicht deprimie­rend, im Gegensatz zu Lothar Lambert. Marion Antoniadis findet den Weg wichtiger, als das Ziel zu erreichen, Lothar Lambert kommentiert: „Sehr philosophisch.“ Abspann. Groß­aufnahme von Evelyn Sommer­hoff, im Off streiten sich Lothar Lambert und Albert Kittler, weil letzterer ge­gähnt hat. Evelyn Sommerhoff sagt „noch einen Satz ohne Kamera“: Ihre schwu­len Freunde meinten alle, für sie gäbe es nichts Neues mehr und sie werde auch keinen neuen Partner mehr finden, im erotischen Bereich sei eine Steigerung für sie nicht mehr möglich. Sie hat aber noch Hoffnung auf mehr. Zwischentitel: „Allen mutigen Frauen und solchen, die es werden wollen, gewidmet“ Evelyn Sommerhoff möchte sich nicht brüsten. Lothar Lambert fordert sie auf, ebendies zu tun. Schlußtitel.