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Heidegunde, Karl

 

Kurzschluß

Inhalt (ENTHÄLT SPOILER)

Die gesamte Handlung wird durch einfache Zwischentitel unterteilt. „Die Straße“: Zu Orgelmusik sieht man Alltagsimpressionen von tristen Straßen, Hinterhöfen, der Berliner Mauer. „Das Haus“: eine baufällige Mietskaserne, ein benachbarter Friedhof. „Nachbarn“: ältere bis alte Menschen, manche von ihnen mit Hunden. „Die Wohnung“: Die Kamera schwenkt im Treppenhaus auf die auf halber Treppe befindliche Toilette. Mit dem ersten Bild von der Wohnung beginnt eine andere Orgelmusik. Schwenk über einige Einrichtungsgegenstände und Haushaltsutensilien, alles macht einen sehr ärmlichen Eindruck. „Karl“: Nahaufnahme eines älteren Mannes. „Heidegunde“: Großaufnahme einer Frau in mittleren Jahren. „Alltag“: eine Einkaufsstraße. Während der ersten Einstellung dieses Abschnitts klingt die Orgelmusik aus, ein Off-Dialog beginnt (der Ton des gesamten Films besteht nur aus diesem Gespräch und der jeweils genannten Musik): „Manchmal säufst du zu viel, zu viel!“ sagt ein Mann, eine Frau, offenbar Heidegunde, antwortet. Man sieht ein Selbstbedienungsrestaurant. Das Gespräch im Off dreht sich um eine intime Beziehung – offenkundig jene der Frau zu Karl – und deren Probleme, um Lebenswandel, Alkoholismus, den Umgang mit Geld. Man sieht Heidegunde und Karl aneinandergeschmiegt auf der Couch liegen, beim Essen, Fernsehen und Spielen mit einem Tonbandgerät in ihrer beengten Stube. „Besuch“: Heidegunde trinkt mit einem anderen Mann. Der Dialog endet. „Karl auf Abwegen“, „Die Rivalin“: Karl auf dem Weg zu und schließlich bei einer jungen Frau, dazu Tangomusik. „Heidegundes Geburtstag“: Die Jubilarin betrinkt sich allein in ihrer Wohnung, Karl ist bei der Konkurrentin. Dazu ertönen Operettenklänge. „Die Entziehungskur“: Der Off-Dialog beginnt wieder, er dreht sich darum, daß Heidegunde aus dem Krankenhaus weggelaufen ist, um Karls Kaltherzigkeit und um finanzielle Probleme. Heidegunde und Karl einträchtig im Park. „Wieder daheim“: Heidegunde erzählt von der Rivalin, die sich eingenistet hatte und von ihr rausgeworfen worden ist. „Die Wohnungssuche“: Heidegunde und Karl stolpern durch ein verwüstetes Wohngebiet, das aussieht wie 1945 (als „Kurzschluß“ gedreht wurde, war die Kahlschlagsanierung am Berliner Gesundbrunnen in vollem Gang). Heidegunde berichtet von unzumutbaren Wohnverhältnissen und ihren Versuchen, diesen zu entkommen. „Rückkehr der Rivalin“: Großaufnahme der weinenden Heidegunde, Karl und die junge Frau beim Fernsehen in Heidegundes Stube. Zu all dem dramatische Orgelmusik. „Heidegundes Tod“: Karl verläßt das Haus, Heidegunde trinkt und nimmt Tabletten, bemerkenswerterweise wird letzteres zweimal gezeigt, sie kippt auch zweimal auf der Couch um, schleppt sich dann zum Hinterhof, sinkt noch an der Tür nieder. Dies alles stumm. „Karl allein“: Der Protagonist auf dem Friedhof, dazu erklingt ein Tango. Abrupt wird er abgelöst von Orgelmusik, man sieht Karl nochmals an dem Grab, dann wieder, wie er über den Friedhof fortgeht. Weißblende.